Endlose Weite, ähm Hitze im Death Valley

Der Aufenthalt in Las Vegas ist doch ein wenig kurz geraten. Nachdem wir am letzten Abend noch einige Zeit im Caesars Palace verbracht haben, wurde die Nacht reichlich kurz. Wir konnten der Zock-Versuchung widerstehen und haben so doch noch etwas in der Urlaubskasse um auch die restliche Reise bestreiten zu können. Nachschubanfragen nach Good Old Germany brauchen wir erstmal nicht vornehmen.
Der frühe Vogel wollte auch dies mal nicht so recht erwachen und so starteten wir mit ein wenig Verzögerung in Richtung Yosemite National Park. Zuvor stand aber die Fahrt durch das Todestal auf der Reiseroute. Unbewusst hatten wir bereits eine Gallone Destilliertes Wasser im Supermarkt gekauft und konnten einen möglichen Kühlwasserverlust vorbeugen. Wer weiß wo das Zeug hin verdampft. Die Warnungen man sollte auch die Klimaanlage während der Fahrt verzichten, waren ja schon ziemlich einschüchternd. Im Monat April vertrauten wir allerdings darauf dass die Riesen Hitze noch nicht ausgebrochen ist.
Direkt zu Beginn des Death Valley führte unsere Route zum Aussichtspunkt Dantes View für einen Überblick und auch hinab ins Badwater Basin zu schauen, welches den niedrigsten Punkt der USA bezeichnet. Vor einigen Jahrmillionen war hier ursprünglich ein See, der aufgrund der geänderten Klimatischen Verhältnisse ausgetrocknet ist. Von hier oben hat man einen fantastischen Blick übers Death Valley.

http://mediathek.f1nalbyte.de/gs/handler/getmedia.ashx?moid=6756&dt=2&g=1
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Je tiefer wir hinein fuhren, je höher stieg die Aussentemperatur Anzeige des Wagens, auf mittlerweile 36°C. Kaum wurde die Autotür geöffnet, kam gleich die Hitzekelle und umgarnte ein mit heißer, trockener Luft. Perfekte Voraussetzung für ausgiebige Wanderungen 😉
Die Wanderungen waren sehr weit, vom Auto zum Aussichtspunkt und zurück.
Ein wenig später erreichten wir die erste Tankstelle und sahen heimische Preise, $6,49 pro Gallone sind doch mal eine Ansage.
Am Visitor Center legten wir eine kleine Pause ein, um uns ein wenig über die umgebende Landschaft zu informieren. Direkt am Eingang gab es eine Temperaturanzeige, die unentschlossen war und zwischen 99° und 100° Fahrenheit schwankte 🙂
Beim Mosaic Canyon kamen wir der Bedeutung Wanderung etwas näher und folgten einige Zeit dem Talverlauf. Direkt zu Beginn waren die vielfältigen Muster der Steine zu bestaunen, die sich wie ein Riesen Mosaik in das Tal einfügten.

Während der Fahrt erreichte die Temperatur mit 39°C ihren Höhepunkt. Was allerdings auch unsere Motortemperatur kurzzeitig veranlasste, den Zeiger kontinuierlich gen „High“ steigen zu lassen. Klimaanlage aus, Fenster auf und das half, damit sich die Anzeige relativ schnell wieder normalisierte.

Ein längerer Halt am Telescope Peak, dem höchsten Punkt des Parks, nutzten wir für eine ausgiebige Foto- und Sichtpause. Hier trafen wir Lustigerweise auf eine Motorradgang, die aus Schleswig Hohlstein kamen und Ihre Reise gerade angetreten hatten. Im kurzen Plausch erfuhren wir, das Ihre Route unserer ähnelte, mit dem Unterschied, das Ihr Startpunkt unserem Zielpunkt entspricht.
Die Toilettenpause konnte man verbringen, um die zahlreichen Einschusslöcher an der Tür zu zählen. Interessant das hier fast Durchschusssichere Türen verwendet werden.

Aussichtspunkt Telescope Peak Death Valley
Aussichtspunkt Telescope Peak Death Valley

Zurück im Auto war Jessy doch mal dran mit fahren, allerdings meldete sich direkt nach Motorstart die Infotafel mit „Motor Temperatur High, Turn Off Engine“… Dabei hat der Wagen doch gerade eine längere Pause erhalten? Was war denn hier los? Also Motor aus, ein wenig warten und ein zweiter Versuch und siehe da, alles war wieder in Ordnung. Hat der Motor bei der kleinen Überfahrt etwa schon gelitten oder war es ein kleines Streiksignal? Das werden wir wohl nie erfahren. Danach verrichtete der Wagen seinen Dienst wieder zu unser vollsten Zufriedenheit.

Kurz darauf hin erreichten wir mit Lone Pine unser Etappenziel und leider bereits das Ende des National Parks. Die Vorfreude auf Yosemite stieg allerdings kontinuierlich und von hier konnten wir bereits die andere Seite der Berge des Parks sehen.

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