Stromschnellen erklimmen und Maui- Kultur kennenlernen

Also raus aus dem Zelt gefruehstueckt und rein in den Wagen von der Rafting- Tour. Kaum eingestiegen fragte der Fahrer auch direkt neugierieg, was wir drei denn machen wuerden. Er vermutete Rafting, aber wir sagten ijm, dass wir die Sledge Tour gebucht haetten und seine Aussage: „Wow, Sledge? Na, ihr seid Mutig, da werdet ihr euren Spass haben“. Diese Aussage reichte Nina natuerlich wieder um sie noch mehr in ihrem Gedanken zu bestaerken, dass wir sie umbringen wollen. Nachdem der Fahrer Ninas Reaktion mitbekam, versuchte er das cool rueber zu bringen, aber fuer eine Umkehr war es ja bereits zu spaet.
Bei dem Camp angekommen, hiess es nur hinein in den Neopren- Anzug, Helm aufgesetzt, Schwimmweste um und hinein in den Bulli um zum Fluss zu gelangen.
Dort angekommen, gab es erstmal ne Runde Sport zum Aufwaermen, bei der wir unsere Sledge`s (das sind uebrigens aehnliche Geraete, wie eine Schwimmboard, nur grosser und besser zum festhalten) auf dem Kopf, bis zum Fluss tragen durften, welches ein paar Meter waren.
Nach einer weiteren Einweisung mit den vier wichtigen Sicherheitsregeln, hiess es hinein ins kuehle Nass. Das wichtigste war uebrigens, dass Dingen nicht loszulassen.
Weitere Einweisung im Wasser im Umgang mit dem Geraet, wahrend die Rafting Boys einem kleinen Wasserfall hinunter paddelten. Der erste Anweise sagte noch, wir sollen seinem knackigen Dingen folgen, was vor allen dingen an die Maedels ging. Also auf in die erste Stromschnelle. Ich hoerte den Typen hinter mir nur rufen „Left, Left, LEEEEFFFFT“ und schon war ich weg und haarscharf an allen Steinen vorbei geschrammt, die dort so an der Seite zu finden waren. Nachdem alle weiteren Leute unten waren, gab es schonmal so einen Seitenhieb und wir wurden ermahnt, auf die Anweisungen zu hoeren… Moritz dachte ueber mich sicherlich: „Der ist doch beim Bund und macht wahrscheinlich eher was er will, als das was die anderen sagen…“ Dies kann ich so allerdings nicht unterschreibem.
So, weiter hinunter in die naechste Schnelle und wieder gleiches Spiel, ich glitt voellig unkontrolliert hinunter und nahm fast alles mit, was ich kriegen konnte. Allerdings ueberschlug ich mich nicht einmal mit dem Dingen. Bei der Einfuhrung wurde noch darauf hingewiesen, dass es wichtig sei vor einer grossen Welle abzutauchen, da einem sonst das Dingen entgegenkommt und man sich damit ueberschlaegt und sich wie in einer Waschmaschine vorkommt. So ging es weiter und weiter, die Anweiser waren sicherlich schon voellig genervt von mir. Also weiter hinunter den Fluss bis zur letzten grossen Stromschnelle. Dort glitten alle mehr oder weniger kontrolliert hinunter, wobei die Jungs vor mir wohl einen nicht ganz so guten Eindruck hinterliessen. Einige ueberschlugen sich, ein anderer wurde so heftig erfasst und war einige Sekungen lang nicht zu sehen, hielt aber eisern sein Sledge fest. Als ich an der Reihe war, muss ich dort so grazil hinunter gekommen sein, dass selbst die Anweise voellig ueberrascht waren. Nachdem ich mich wieder an das Ufer bringen konnte und dort sass schaute mich der Held der Anweiser voellig ueberascht an und meinte immer, der Schwede solle zu ihm kommen um noch ein paar Sachen im Wasserfall zu machen, der Schwede, der Schwede. Leider ignorierte ich das voellig, worauf er langsam aufhoerte und mich wohl fuer voellig bekloppt hielt, dabei habe ich mich garnicht angesprochen gefuehlt… Seidwann bin ich ein Schwede? Naja, Nina und Jessy fanden es aber sehr lustig.
Leider war die Tour damit auch schon wieder vorbei. Und wir fuhren zurueck zum Hostel am Blue Lake.
Nina brauchte ein wenig Ruhe und Erholung und wollte noch ein Waschtag einlegen. Moritz war Freunde in der Naehe besuchen und Jessy und ich machten uns auf dem Weg zu Hells Gate, einen Thermalpark in Roturua. Den wollten wir noch ganz gern besichtigen. Rotorua und Taupo sind die Vulkangegenden in denen am meisten Aktivitaet herscht und das konnte man hier auch sehr gut sehen. Es roch ungemein heftig nach Schwefel, selbst in der Innenstadt war der Schwefelgeruch deutlich wahrnehmbar, dies am Rande. Es waren einige Gewaesser zu sehen, die am kochen waren. Teilweise brodelte der ganze Boden. Wir verbrachten einige Zeit im Park und machten einen kleinen Walk wobei wir so einige heisse Stellen sahen. An einer Stelle war ein Wasserfall an dem 40°C heisses Wasser hinab lief, leider konnte man hier nicht baden. Ansonsten war es schon nett sich den Park anzusehen.
Wieder zurueck im Hostel, war erstmal ne schoene Runde Schwimmen im Blue Lake angesagt (400m tief) als Vorbereitung fuer den Maui Abend. Bevor wir aber dazu kommen muss ich leider gestehen, dass ausgerechnet an diesem Tag Jessy und ich vom Heuschnupfen dahin gerafft wurden. Am Abend ging es dann einiger Massen. Die Veranstaltung im Maui- Dorf glich allerdings eher einer Voelkerverstaendigung. Wir kamen in ein sehr grosses Zelt und es fuellte sich maechtig. Kurz bevor die Veranstaltung losging, waren ca. 200 Leute in dem Zelt. Der Typ auf der Buehne war allerdings schon beeindruckend. Zunaechst wollte er wissen, wer von wo kommt und so nach und nach antworteten alle, aus welchem Land sie kaemen. Der Hammer war, dass der Typ in jeder der 26 gefunden Laender, Guten Tag, Wie gehts, Auf wiedersehen, Ich hab ein schoenes Kanu, sagen konnte (auf Deutsch brachte er noch „Ein Weissbier, bitte“ raus).
Nachdem er damit durch war, fuehrte er uns zunaechst zur Futterstelle, wofuer alle anwesenden, dass Essen gemacht wurde. Es waren mehrere, grosse Schalen, in denene Kumara, Huehnchen, Lamm und Kartoffeln in Alufolie eingepackt in einer Feuerstelle lagen, aber eine sehr grosse Menge.
Zunaechst wurden wir durch den Park gefuehrt, kamen an einer Wasserquelle vorbei, die dort im Dorf entspringt, dass Wasser war beeindruckend klar. An dieser Stelle sollte es 2m Tief sein, davon konnte man aber nichts erkennen, ab Grund waren einige Fische zu sehen. Aus der Quelle sprudeln taeglich 200 Millionen Liter Trinkwasser, absolut unglaublich. Etwas spaeter bekamen wir eine Auffuehrung der Mauis zu sehen. Dabei war der Haeuptling erstaunlich, der nur mit einer Art kleinen Mantel bekleidet war und man seinen Allerwertesten darin sehr gut sehen konnte, dieser war komplett taetowiert. Selbst das GEsicht war taetwoiert. Gegen Ende der Veranstaltung sagte er noch, dass das alles echt waere und er das vor 20 Jahren hat machen lassen.
Im grossen und ganzen war die Vorfuehrung sehr Interesannt, allerdings waren mir persoenlich viel zu viele Leute dabei.
Weiter gings zum Essen, bei dem es wirklich sehr lecker war. Vor allendingen konnte ich mich gut ueber den Nachtisch her machen und war danach ordentlich satt, aber den Maedels ging es bei den leckeren Kumaras nicht anders.
Einige Gruppen wurden gebildet und wir wurden in der Nacht durch Teile des Dorfs und des Tierparks gefuehert. Diesmal konnten wir endlich Live Opussums sehen (Neuseelaendische Ratten). Das sind riesig grosse Tiere (vergleichbar mit einer Katze, aber nicht so hoch), die richtig suess aussehen, wurde ich mir ja glatt als Haustier halten. Es waren einige beeindruckende Sachen hier zu sehen und sie erzaehlte eine Menge Interesanntes ueber die Maui- Kultur. Sie fuehrte uns in eine Art Aquarium. Man konnte von der Seite hineinschauen, soviele Fische auf einen haufen haben wir noch nicht gesehen und die groesse… Teilweise bis zu 2m lang.
Und endlich sahen wir die viel umworbenen Kiwi`s. Die Tiere sind echt doof und kein Wunder, dass sie nun vom Aussterben bedroht sind, nachdem die Englaender, Katzen, Hunde und Hasen mit auf die Insel gebracht haben. Sie sind fast komplett Blind und sie nicht flugfaehige Voegel. Sie laufen nur bei Dunkelheit durch die Gegend. Ein Tier kam mir so nah, dass ich es haette streicheln koennen, sobald man aber einen Mucks macht, drehen sie sofort um und laufen weg. Das eine Tier ist dabei immer an der Wand entlang gelaufen und einmal beim umdrehen hat es sich voll an der Wand gestossen… Total blind halt. Die Tiere waren schon irgendwie faszinierend. So ging es noch einige Zeit weiter im Park, wobei wir auch Riesenbaeume zu sehen bekamen. Am Ende ging es dann wieder zurueck, nachdem ich schon sehr ordentlich vom Heuschnupfen befallen war.

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